Visit Bardolino

Das historische Zentrum

Sehenswürdigkeiten in Bardolino

Die alten Mauern

Ein Spaziergang im Zentrum von Bardolino bedeutet, in eine Realität einzutauchen, in der Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen. Bardolino bietet in der Tat nicht nur eine wunderschöne Landschaft, guten Wein und Spaß, sondern zeichnet sich auch durch ein bemerkenswertes historisches und künstlerisches Erbe aus.

Wenn Sie durch die Dorfstraßen spazieren, können Sie die Reste der mittelalterlichen Mauern sehen, die mindestens seit dem 12. Jahrhundert dokumentiert sind.

Nach einigen Quellen stammen die ersten Verteidigungsstrukturen sogar aus dem 9. Jahrhundert, als König Berengario den Bau von Festungen erlaubte, um die Dörfer am Gardasee zu verteidigen.

Zu dieser Zeit hatte Bardolino eine viereckige Mauer, die zum See hin offen war, mit zwei Toren und vier Türmen, einer auf jeder Seite. Diese Konfiguration blieb bis auf einige Erweiterungsmaßnahmen (wie den Wachturm) in der Scaliger-Zeit bis zum 18. Jahrhundert unverändert. Dann wurden neue Bauarbeiten von Privatpersonen ohne Rücksicht auf die alten Befestigungen begonnen.

Im 19. Jahrhundert folgten weitere Abbrucharbeiten, nach denen nur noch einige Mauern standen, die heute noch sichtbar sind. In der Nähe des Hafens können wir den Turm bewundern, der sich an ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert (heute das Hotel Catullo) lehnt und aufgrund der Bodensenkung geneigt ist.
Das Tor Porta San Giovanni
Ebenfalls sichtbar sind die beiden Tore im Norden und Süden des Dorfes: Porta San Giovanni in Richtung Garda und Porta Verona eben in Richtung Verona. Im Herzen des Dorfes befindet sich auch die kleine Kirche San Severo, deren Ursprung uralt ist und die gerade restauriert wurde. Es gibt andere historische Kirchen in der Gegend, die besichtigt werden sollten. Auf dem zentralen Platz Piazza Matteotti finden wir die imposante, aber neuere Kirche der Heiligen Nicolò und Severo, die den Mittelpunkt des Platzes bildet. Das historische Zentrum ist auch durch viele enge Gassen senkrecht zum Seeufer gekennzeichnet, deren nacheinander gebaute Häuser uns in eine Zeit zurückversetzen, als Bardolino ein Fischerdorf war. Heute bieten diese Gassen und die Häuser mit Blumenbalkonen faszinierende Ausblicke. Dank der kleinen Geschäfte und Tische in den Cafés können Sie Urlaubsluft einatmen.
Der Scaliger-Wachturm

Die Seepromenade

Wenn wir uns am Seeufer fortbewegen, in der Fußgängerzone, die entlang des Sees verläuft, können wir im Hafengbereich neben dem oben genannten Turm eine Art Steinaltar sehen, der vorbeigehende Leute fasziniert und „Preonda‟ genannt wird.

Tatsächlich handelt es sich um einen rauen Steintisch unbekannter Herkunft, der jedoch bereits im 13. Jahrhundert aufgetaucht zu sein scheint.

Anscheinend bedeutet der Name „pietra dell’onda‟ (Wellenstein), da sein erster Standort am Strand war, fast in Kontakt mit den Seewellen.
Die Seepromenade mit ihren Tulpen
Die Preonda, die im Laufe der Zeit fast ein Symbol für die Einwohner von Bardolino geworden ist, wechselte in den verschiedenen Epochen mehrmals ihren Standort, bis sie den heutigen erreichte.

Einst von den Fischern als Verkaufsstand genutzt, war sie ein Treffpunkt sowohl für die Einwohner, die über Tagesereignisse oder Politik sprachen, als auch für Liebende.

Die Tradition besagt, dass ein Gast, der einmal um die Preonda herumgeht, Glück haben und sicherlich bald nach Bardolino zurückkehren wird.

Die Preonda
Der gesamte Weg, der Lido Mirabello in Richtung Cisano mit Lido Cornicello in Richtung Garda verbindet, ist seit Jahren mit 72 Tulpenblumenbeeten verziert, die durch Tausende Fotos von Bürgern und Touristen verewigt wurden. Das Werk ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Bardolino und dem Park Parco Giardino Sigurtà. Dank der Aufmerksamkeit der Gemeinde auf die grüne Wartung wurde Bardolino 2018 mit dem nationalen Preis „Comuni Fioriti‟ (Blumengemeinden) ausgezeichnet, der das Engagement der italienischen Gemeindeverwaltungen für die Verschönerung der Zentren würdigt. Ein Dorf, das auch so sehr auf Ordnung und Sauberkeit achtet, dass es 2011 mit einem weiteren Preis ausgezeichnet wurde:„Borgo più felice d’Italia‟ (glücklichstes Dorf Italiens). Zahlreiche Villen blicken auf den See und tragen zur Verschönerung der Landschaft bei, wie Villa delle Rose mit gotischen Formen und einem bezaubernden Garten oder Villa Bottagisio Carrara mit ihrem großen Park, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Vom Dorfzentrum aus sind weitere Villen, Museen und Kirchen zu entdecken.
Punta Cornicello
Heute eignet sich die Seepromenade von Bardolino für die vielen Veranstaltungen, die hier stattfinden, wie das Trauben- und Weinfest oder die Weihnachtsmärkte.