Visit Bardolino

Museen

Museen für lokale Traditionen

Die Museen in Bardolino spiegeln die für das Gebiet traditionellen Tätigkeiten wider.

Die ersten beiden, das über Öl und das über Wein, erzählen die Geschichte von den historischen Ursprüngen dieser hervorragenden Produkte durch alte Werkzeuge, die hier aufbewahrt werden.

Das Sisan-Museum zeigt uns neben der ornithologischen Ausstellung die anderen Tätigkeiten, die dieses Gebiet geprägt haben, wie zum Beispiel die Fischerei. Hier gibt es auch interessante Werkzeuge aus der Vergangenheit.

Ölmuseum

Das Ölmuseum ist ein Firmenmuseum, das im Frühjahr 1988 von Umberto Turri gegründet wurde. Es ist eine einzigartige Ausstellung, die ein Produktionssystem belegen soll, an dem die ländliche Bevölkerung seit über einem Jahrtausend beteiligt war.

Es ist auch die Geschichte von einer Umgebung ohne wissenschaftliche Mittel und Kenntnisse, die seit Jahrhunderten mit der Dringlichkeit konfrontiert wurde, aus solch kostbaren Früchten ein Lebensmittel von vorrangiger Bedeutung zu gewinnen. Der Weg schlängelt sich durch eine statische und unveränderliche technologische Realität bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Chancen der im Aufbau begriffenen mechanischen Industrie genutzt werden konnten.

Im Museum werden alte, einzigartige Werkzeuge, die vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts in den Mühlen eingesetzt wurden, sowie Mobiliar und Ausrüstung aus verschiedenen Epochen zur Schau gestellt.
Presse aus dem 18. Jahrhundert
Eine beeindruckende Hebelpresse aus Eichenholz, eine Ölmühle, die von einem wassergetriebenen Rad (voll funktionsfähig) angetrieben wird, und weitere originelle Beispiele für Holz- und Eisenpressen zeichnen sich aus.  Ein besonderer Teil der Ausstellung beschreibt den Anbau des Olivenbaums und die Herstellung des Öls anhand von Lehrtafeln und Videos. Das Olivenölmuseum hat auch das Interesse der Massenmedien geweckt: Zahlreiche Artikel und Fernsehberichte haben es auch in Europa bekannt gemacht. Flavio Turri und seine Frau Liliana Martino, die die Leidenschaft von Umberto geerbt haben, sind direkt an der Entwicklung der Museumsaktivität beteiligt und erweitern die Ausstellungsräume weiter. Privat-/Gruppenbesuche sind mit Hilfe von Videoguides auf Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch möglich. 
Historischer Wiederaufbau der Ölmühle

Weinmuseum

Das Weinmuseum in der Weinkellerei Zeni befindet sich in der Ortschaft Costabella an der wunderschönen Panoramastraße von Bardolino.

Das Museum bietet eine interessante Reise durch primitive Werkzeuge und Maschinen, die einst in den verschiedenen Phasen der Produktionskette von der Weinlese über den Weinherstellungsprozess bis zur endgültigen Abfüllung eingesetzt wurden.

Die Ausstellung zeigt einige Beispiele für von Tieren gezogene Pflüge, das wichtigste Werkzeug in der Geschichte der Zivilisation. Dank seines Aufkommens wurde der Boden in einer bestimmten Tiefe gepflügt, wodurch reichlichere und sicherere Ernten erzielt wurden.

Es gibt auch zwei schöne veronesische Wagen, die in den 1950er Jahren während der Erntezeit für den Transport von Trauben vom Land in den Keller benutzt wurden, und einen Wagen mit Fässern, mit denen Wein von der Kellerei Cantina di Bardolino zu den Händlern in Mailand oder Varese transportiert wurde.
Weinmuseum
In der Privatsammlung der Familie Zeni befinden sich auch vier sehr wertvolle Pressen aus verschiedenen Epochen vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, die im Museum ausgestellt sind und zum Drücken des Tresters eingesetzt wurden.

Hervorzuheben sind auch eine primitive Anlage zum Trocknen der Trauben und alte Werkzeuge des Berufs wie Holztrichter, Eimer in verschiedenen Größen und Tragkörbe für den Transport von Most und Wein.

Die Reise endet mit der Ausstellung von Weinpumpen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurden und für das Umfüllen des Weins bestimmt waren, und einem alten Küfertisch. Der Küfer war der Handwerker, der Holzbehälter aller Größen einschließlich Fässer herstellte.
Alte Bauernhofwagen

Museum Sisàn

Museum für ornithologische, Fisch- und Jagdtraditionen des Gardasees. In diesem innovativen Museum befinden sich acht Räume, in denen die Funde mit Hilfe von Multimedia-Unterstützungen auf Italienisch, Englisch und Deutsch beschrieben werden.

Die ornithologische Abteilung zeigt eine Ausstellung von Exemplaren, die nach Nistgebieten unterteilt sind. Sie wurde kürzlich restauriert, um eine angemessene didaktische, touristische und wissenschaftliche Förderung zu ermöglichen. Jeder Fund wird durch ausführliche beschreibende Beschriftungen unterstützt. Es ist auch möglich, den Liedern der Vögel akustisch zuzuhören.

Das Museum entstand in Anlehnung an ein jahrhundertealtes ornithologisches Ereignis, das noch heute am 8. September jedes Jahr in Cisano stattfindet: Die „Sagra dei Osei‟ (Volksfest der Vögel).
Dank einer kleinen Rekonstruktion des Volksfests der Vergangenheit werden die historischen und kulturellen Aspekte hervorgehoben und die sozioökonomischen Gründe unterstrichen, die seinen Beginn und seine Fortsetzung für all diese Zeit bis zum heutigen Tag bestimmt haben.

Der Teil, der sich der Fischertradition widmet, zeigt andererseits die Handelsfischerei am Gardasee, die von der Antike bis in die 1970er Jahre für viele Familien eine wichtige Überlebenshilfe war.

Die im Gardasee vorkommenden Fischarten werden daher vorgestellt und seltene, für die Fischerei geeignete Werkzeuge wie feste Netze, Harpunen, Leinen und Boote ausgestellt.
Ornithologische Ausstellung